Hyposensibilisierung

Die Hyposensibilisierung hilft dem Immunsystem, sich an Allergene zu gewöhnen und Beschwerden deutlich zu reduzieren.

  • Sie bekommen das Allergen (also den Stoff auf den sie allergisch sind) in ganz kleinen Mengen verabreicht.
  • Diese Dosis wird nach und nach gesteigert, bis der Körper sich an den Stoff gewöhnt.
  • Dadurch reagiert Ihr Immunsystem immer weniger empfindlich.

Wie wird die Behandlung durchgeführt?
1) Spritzentherapie (subkutane Immuntherapie, „SCIT“):

  • Das Allergen wird unter die Haut gespritzt (meist am Oberarm).
  • Am Anfang wöchentlich, später alle 4 – 6 Wochen.
  • Die Behandlung dauert 3 – 5 Jahre.

2) Tabletten- oder Tropfentherapie (sublinguale Immuntherapie, „SLIT“)

  • Das Allergen wird täglich als Tablette oder Tropfen unter die Zunge gegeben.
  • Die Behandlung erfolgt zu Hause, ebenfalls über mehrere Jahre. Welche Vorteile hat die Therapie?
  • Sypmtome der Allergie (z.B. Niesen, tränende Augen, Atemnot) werden deutlich schwächer.
  • Weniger Bedarf an Medikamenten (z.B. Antihistaminika).
  • Kann das Risiko senken, dass sich aus Heuschnupfen ein allergisches Asthma entwickelt.
  • Langfristige Verbesserung auch nach Therapieende möglich.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

  • lokal: Rötung, Schwellung oder Jucken an der Einstichstelle (bei Spritzen) oder im Mund (bei Tabletten/Tropfen).
  • allgemein: Selten kann es zu stärkeren allergischen Reaktionen kommen – deshalb bleiben Sie nach der Spritze etwa 30 Minuten zur Beobachtung in der Praxis.
  • Wichtig: Die Therapie erfordert Geduld und regelmäßige Termine
  • Sie ist die einzige Behandlung, die die Ursache der Allergie beeinflusst, nicht nur die Symptome.